Die Kurstadt Bad Freienwalde hat rd. 13000 Einwohner und liegt im Landkreis Märkisch-Oderland.
Der Landkreis reicht im Westen von Berlin bis im Osten an die Oder und ist der östlichste Teil
des Landes Brandenburg. Touristisch bedeutsam ist der Landkreis durch seine eiszeitlich entstandenen
Höhlenlandschaften, seine ausgedehnten Wald- und Seeengebiete und die urwüchsige Flusstalaue
des Oderbruchs. Das Oderbruch ist eine urwüchsige, ländliche Kulturlandschaft fern städtischer
Prägung und doch nahe bei Berlin. Die Trockenlegung der Sumpfgebiete und die Begradigung der Oder gehen
zurück auf Friedrich II im 18. Jahrhundert, der in dem neu gewonnenen Land Menschen, die ihre Wurzeln in
ganz Europa hatten, ansiedeln ließ.
Durchzogen vom Naturpark "Märkische Schweiz" bietet der Landkreis hervorragende Voraussetzungen für ausgedehnte
Wanderungen, Rad- und Kanutouren sowie kulturhistorische Exkursionen.
Bad Freienwalde liegt im nördlichen Oderbruch und wurde erstmals 1316 urkundlich erwähnt. Zwischen dem 17.
und dem 19. Jahrhundert entwickelte sich Bad Freienwalde zum beliebten königlichen Kurort und Heilbad und durfte
ab 1924 dann auch offiziell den Beinamen Bad führen.
Bad Freienwalde ist der älteste Kur- und Badeort der
Mark Brandenburg mit historischer Altstadt und hat eine Vielzahl von Baudenkmalen. Hierzu gehört auch das Schloss
Freienwalde, das durch umfangreiche Restaurierungsarbeiten und bauliche Veränderungen von Walther Rathenau, der
das Gelände mit Schloss von Kaiser Wilhelm 1909 erwarb, als Kleinod preußischer Landbaukunst erhalten wurde.
Walther Rathenau, der am 24. Juni 1922 von zwei jungen Offizieren, die der rechtsradikalen Organisation "Consul" angehörten,
erschossen wurde, verbrachte viele Sommer in seinem Schloss. Er verfasste hier einen Großteil seiner Schriften und
zählte im Schloss, neben vielen Persönlichkeiten des damaligen öffentlichen Lebens, auch Schriftsteller wie
Gerhard Hauptmann und Stefan Zweig zu seinen Gästen.
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